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<title>Erwin Reinhardt</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Erwin Reinhardt</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Erwin Reinhardt</b> (* <a href="10._September" title="10. September">10. September</a> <a href="1914" title="1914">1914</a>; † unbekannt) war ein deutscher <a href="Fu%C3%9Fball" title="Fußball">Fußballspieler</a>, der als langjähriger Aktiver des <a href="Hamburger_SV" title="Hamburger SV">Hamburger SV</a> in der <a href="Gauliga_Nordmark" title="Gauliga Nordmark">Gauliga Nordmark</a> (1937, 1938, 1939, 1941) und der <a href="Fu%C3%9Fball-Oberliga_Nord" title="Fußball-Oberliga Nord">Oberliga Nord</a> (1948, 1949) den damaligen Meistermannschaften der „Rothosen“ angehörte.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Laufbahn">Laufbahn</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vor_und_während_des_Zweiten_Weltkriegs,_bis_1945"><span id="Vor_und_w.C3.A4hrend_des_Zweiten_Weltkriegs.2C_bis_1945"></span>Vor und während des Zweiten Weltkriegs, bis 1945</h3></div>
<p>Zur Runde 1934/35 kam der knapp 20-jährige Mittelläufer Erwin Reinhardt vom <a href="Harburger_TB_1865" title="Harburger TB 1865">SV Harburg</a> zum Hamburger SV. Den ersten Meisterschaftsgewinn in der Gauliga Nordmark mit dem HSV erlebte der Defensivspieler in der Runde 1936/37. In den Jahren 1938, 1939 und 1941 folgten drei weitere Titelgewinne. In den Endrunden um die deutsche Meisterschaft belegte er mit den „Rothosen“ drei Mal (1937 bis 1939) den vierten Rang. Gemeinsam mit den Mannschaftskollegen <a href="Walter_Warning" title="Walter Warning">Walter Warning</a>, <a href="Richard_D%C3%B6rfel" title="Richard Dörfel">Richard Dörfel</a>, <a href="Herbert_Holdt" title="Herbert Holdt">Herbert Holdt</a>, <a href="Werner_H%C3%B6ffmann" title="Werner Höffmann">Werner Höffmann</a>, <a href="Siegfried_Jessen" title="Siegfried Jessen">Siegfried Jessen</a>, <a href="Eugen_Kahl" title="Eugen Kahl">Eugen Kahl</a>, <a href="Erwin_Seeler" title="Erwin Seeler">Erwin Seeler</a>, <a href="Friedo_D%C3%B6rfel" title="Friedo Dörfel">Friedo Dörfel</a>, <a href="Rudolf_Noack" title="Rudolf Noack">Rudolf Noack</a> und <a href="Gustav_Carstens" title="Gustav Carstens">Gustav Carstens</a> repräsentierte Reinhardt in diesen Jahren den Fußball „Marke Hamburger SV“.
</p><p>Mit der Gauauswahl Nordmark gewann er 1937/38 nach Erfolgen gegen Pommern, Niederrhein, im Halbfinale mit 3:0 gegen Baden – für Baden spielten in der Offensive die drei Internationalen <a href="Otto_Siffling" title="Otto Siffling">Otto Siffling</a>, <a href="Kurt_Langenbein" title="Kurt Langenbein">Kurt Langenbein</a>, <a href="Karl_Striebinger" title="Karl Striebinger">Karl Striebinger</a> – und im Endspiel am 6. März 1938 in Erfurt mit 3:1 Toren gegen den Südwesten – <a href="Wilhelm_Sold" title="Wilhelm Sold">Wilhelm Sold</a>, <a href="Jakob_Eckert" title="Jakob Eckert">Jakob Eckert</a>, <a href="Josef_Fath" title="Josef Fath">Josef Fath</a> – den Wettbewerb des <a href="Reichsbundpokal" class="mw-redirect" title="Reichsbundpokal">Reichsbundpokals</a>. Die HSV-Spieler Warning, Richard Dörfel, Reinhardt, Höffmann, Noack und Carstens wurden dabei durch <a href="Otto_L%C3%BCdecke_(Fu%C3%9Fballspieler)" title="Otto Lüdecke (Fußballspieler)">Otto Lüdecke</a>, <a href="Hans_Rohde_(Fu%C3%9Fballspieler)" title="Hans Rohde (Fußballspieler)">Hans Rohde</a>, <a href="Wilhelm_Ahlers_(Fu%C3%9Fballspieler)" title="Wilhelm Ahlers (Fußballspieler)">Wilhelm Ahlers</a> und <a href="Herbert_Panse" title="Herbert Panse">Herbert Panse</a> vom <a href="Eimsb%C3%BCtteler_TV" title="Eimsbütteler TV">Eimsbütteler TV</a> sowie auf der linken Außenläuferposition von dem noch 1937/38 bei <a href="SC_Victoria_Hamburg" title="SC Victoria Hamburg">SC Victoria Hamburg</a> spielenden Erwin Seeler unterstützt. In allen vier Wettbewerbsspielen hatte Erwin Reinhardt als Mittelläufer die Defensive der siegreichen Gauligaauswahl Nordmark dirigiert.
</p><p>Durch die Umstände des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkriegs</a> konnte er in den Kriegsrunden 1941/42 bis 1944/45 – nur 1943/44 ist ein Einsatz notiert – nicht mehr am Spielbetrieb des Hamburger SV teilnehmen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stadtliga_Hamburg_und_Fußball-Oberliga_Nord,_1945_bis_1951"><span id="Stadtliga_Hamburg_und_Fu.C3.9Fball-Oberliga_Nord.2C_1945_bis_1951"></span>Stadtliga Hamburg und Fußball-Oberliga Nord, 1945 bis 1951</h3></div>
<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte er von der Runde 1945/46 an – Stadtliga Hamburg – bis 1948/49 – Fußball-Oberliga Nord –, wieder der Stammbesetzung der „Rothosen“ an. Beim Gewinn der <a href="Bezirksmeisterschaftsliga_(britische_Zone)" class="mw-redirect" title="Bezirksmeisterschaftsliga (britische Zone)">Stadtmeisterschaft</a> 1946 mit 22:2 Punkten und 75:11 Toren hatte der Mittelläufer in elf Spielen mitgewirkt. Als Vizemeister lag der <a href="FC_St._Pauli" title="FC St. Pauli">FC St. Pauli</a> nur einen Zähler dahinter und stellte in den nächsten Jahren die herausragende sportliche Konkurrenz der Mannschaft vom Rothenbaum dar. Im Dreikampf an der Spitze setzte sich 1947 die Elf vom Millerntor durch, knapp vor <a href="SC_Concordia_von_1907" class="mw-redirect" title="SC Concordia von 1907">Concordia</a> sicherte sich der HSV die Vizemeisterschaft. Reinhardt hatte dabei in 27 Spielen die Abwehr vor Torhüter Walter Warning dirigiert. Die „Wundermannschaft“ vom Millerntor verzichtete auf die Teilnahme zur Ausspielung um die <a href="Zonenmeisterschaft" title="Zonenmeisterschaft">Britische Zonenmeisterschaft</a> und so spielte sich die immer besser findende HSV-Elf mit Erfolgen über den VfB Lübeck, FC Schalke 04 (zwei Spiele; das Wiederholungsspiel gewann der HSV in Schalke mit 2:0 Toren), im Halbfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen in das Finale am 13. Juli 1947 in Düsseldorf gegen Borussia Dortmund. Garant des 1:0-Erfolges der Mannschaft von Trainer <a href="Hans_Tauchert" title="Hans Tauchert">Hans Tauchert</a> war wie schon in den Spielen zuvor die sicher agierende Defensive des HSV mit Torhüter Warning, dem Verteidigerpaar Richard Dörfel und Holdt, sowie der Läuferreihe mit <a href="Heinz_Werner_(Fu%C3%9Fballspieler%2C_1910)" title="Heinz Werner (Fußballspieler, 1910)">Heinz Werner</a>, Reinhardt und Erwin Seeler.
</p><p>In den zwei folgenden Runden, 1947/48 und 1948/49, rangierten jeweils der Hamburger SV und St. Pauli punktgleich an der Tabellenspitze. Reinhardt und Kollegen setzten sich in den jeweiligen Entscheidungsspielen um die Meisterschaft mit 2:1 (1948) beziehungsweise 5:3 (1949) Toren durch. Nach Erfolgen über den SV Hamborn 07, TSV Braunschweig und im Finale gegen den Dauerkonkurrenten St. Pauli wurde auch im Jahr 1948 erneut die Britische Zonenmeisterschaft errungen. In den Endrundenspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft dagegen konnte sich die HSV-Mannschaft nicht gegen TuS Neuendorf (1948) und den VfR Mannheim (1949) behaupten und schied jeweils in der ersten Runde aus. Der zuverlässige Stopper hatte in beiden Runden insgesamt 21 Ligaspiele absolviert und beim letzten Hinrundenspiel 1948/49 einen Jochbeinbruch erlitten. Am 17. Oktober 1948 wurde die Leistung des HSV-Abwehrrecken durch seinen Einsatz in der NFV-Auswahl im Repräsentativspiel in Nürnberg gegen Süddeutschland gewürdigt. Von 1937 bis 1949 hatte Reinhardt für den Hamburger SV in 29 Endrundenspielen um die deutsche Meisterschaft mitgewirkt.
</p><p>Den Abschluss seiner langjährigen Spielerlaufbahn bildeten die zwei folgenden Spieljahre 1949/50 und 1950/51 in der Oberliga Nord, die er für Concordia Hamburg absolvierte. In der ersten Saison erreichte er an der Seite der Mitspieler Herbert Dannemann, <a href="Werner_Heitkamp" title="Werner Heitkamp">Werner Heitkamp</a> und <a href="Kurt_Hinsch" title="Kurt Hinsch">Kurt Hinsch</a> mit „Cordi“ den sechsten Rang. Dies war die beste Oberligaplatzierung in der Vereinsgeschichte der Schwarz-Roten Marienthaler. Reinhardt war in 28 Ligaspielen im Einsatz gewesen und die zwei Erfolge gegen den Vizemeister St. Pauli krönten die Runde. Im Sommer 1951 beendete er nach weiteren 27 Oberligaeinsätzen, knapp vor seinem 37. Geburtstag stehend, seine Spielerlaufbahn als Vertragsspieler.
</p><p>Nach dem Ende seiner Aktivenzeit war er im norddeutschen Raum als Trainer tätig. Er sprang erstmals bei Concordia von März 1952 bis Juni 1952 ein und versuchte auch ab Januar 1953 die Mannschaft vom Sportplatz Marienthal vor dem Abstieg aus der Oberliga zu bewahren. Nach dem Abstieg betreute er „Cordi“ von 1953 bis 1956 in der Amateurliga Hamburg, ehe er in der Saison 1957/58 mit Phönix Lübeck nochmals in der Fußball-Oberliga Nord als Trainer im Einsatz war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Werner Skrentny, <a href="Jens_Reimer_Pr%C3%BC%C3%9F" title="Jens Reimer Prüß">Jens Reimer Prüß</a>: <i>Hamburger Sportverein. Immer erste Klasse.</i> Verlag Die Werkstatt, Göttingen 1998, ISBN 3-89533-220-8.</li>
<li>Lorenz Knieriem, <a href="Hardy_Gr%C3%BCne" title="Hardy Grüne">Hardy Grüne</a>: <cite style="font-style:italic">Spielerlexikon 1890–1963</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>8</span>. AGON, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Erwin+Reinhardt&amp;rft.atitle=Spielerlexikon+1890-1963&amp;rft.au=Lorenz+Knieriem%2C+Hardy+Gr%C3%BCne&amp;rft.btitle=Enzyklop%C3%A4die+des+deutschen+Ligafu%C3%9Fballs&amp;rft.date=2006&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3897841487&amp;rft.place=Kassel&amp;rft.pub=AGON&amp;rft.volume=8" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Hans Vinke: <i>Fußballlegenden. Die goldene Ära des Hamburger SV. 1947 bis 1963.</i> AGON Sportverlag, Kassel 2008, ISBN 978-3-89784-338-7.</li>
<li><a href="Jens_Reimer_Pr%C3%BC%C3%9F" title="Jens Reimer Prüß">Jens Reimer Prüß</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Spundflasche mit Flachpaßkorken: Die Geschichte der Oberliga Nord 1947–1963</cite>. 1. Auflage. Klartext Verlag, Essen 1991, ISBN 3-88474-463-1.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Erwin+Reinhardt&amp;rft.btitle=Spundflasche+mit+Flachpa%C3%9Fkorken%3A+Die+Geschichte+der+Oberliga+Nord+1947-1963&amp;rft.date=1991&amp;rft.edition=1&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3884744631&amp;rft.place=Essen&amp;rft.pub=Klartext+Verlag" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Uwe Nuttelmann (Hrsg.): <i>Der Deutsche Ligafußball 1903–2010, Spieler-Ergebnisse-Tabellen</i>, Jade 2010.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://pruess-oberliga.de/fussballerr/reinhardt-erwin/">Spieler A–Z (Spundflasche)</a>, aufgesucht am 17. März 2020</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.hsv1887.de/hsv/biografien/reinhardt-erwin.php">Profil auf hsv1887.de</a>, aufgesucht am 3. Mai 2020</li></ul>
</div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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